Workshops für Lehrer/innen 2010
beim Schul- und Kultusreferat der Landeshauptstadt München
aus dem 66. Programm des Pädagogischen Instituts
Kurzfassung - mehr Info unter www.pifwe.muc.kobis.de
Praxisnah: eigene Situationen können gerne zur Bearbeitung in die Workshop eingebacht werden
Wert-loser Unterricht!? Eigene Werte offensiv vertreten NA0.06
PI, Mo 1.3.2010 mit Ubbo Groeneveld
Es ist nicht möglich ohne Werte zu unterrichten. Insofern ist Unterricht immer wert-voll. Aber häufig sind die Werte bei Lehrer/innen und Schüler/innen nicht deckungsgleich. Die Werte stecken z.B. in gegenseitigen Erwartungen der Lehrer und Schüler. Typische Lehrerwerte zeigen sich bei Leistungsanforderungen, Einfordern von Eigeninitiative und Gerechtigkeitsansprüchen. Typische Schülerwerte zeigen sich beim Abschreiben (- lassen), beim Konsumieren und bei Versorgungsansprüchen gegenüber Lehrkräften. In diesem Workshop werden widersprüchliche Erwartungen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern herausgefiltert und analysiert.
Was geht in meiner Schulklasse während des Unterrichts ab? - Verhaltensweisen von Schülern dekodieren – Kommunikation verbessern NA0.07
Achatswies Mo 8.3. – Mi 10.3.2010
Unmotivierte, verschlossen-unberechenbare Schüler, Provokateure und Klassenclowns stören oft den Unterricht. Leider haben Lehrer, vom Lehrplan „verfolgt“, häufig nicht ausreichend Zeit, um die Dynamik in einer Klasse zu erforschen. Dieser Workshop zeigt typische Verhaltensweisen von Schüler/innen auf, analysiert die Ursachen und verbessert die kommunikativen Rahmenbedingungen, mit denen sich der Schulalltag verbessern lässt. Mögliche Themen:
* Was wollen eigentlich die Störer?
* Die Bedeutung der Peer-Group für die Schüler/innen?
* Was steckt hinter den Konsumbedürfnissen der Schüler/innen?
* Methoden der Gesprächsführung
* Handlungsspielräume und Grenzen der Lehrkräfte
Survival Training für Lehrer/innen an der Berufsschule -
oder: wie funktioniert meine Schule? PD0.05
PI, Mo-Mi 12. - 14.4.2010
Um so besser Sie das System Ihrer Schule durchschauen, um so souveräner können sie sich darin bewegen. Non Ihrem Know-how hängen Arbeitszufriedenheit und Karrierechancen ab.
* Was ist typisch für eine Berufsschule?
* Wie begegne ich Forderungen der Betriebe?
* Muss ich mich auspowern, um Karriere zu machen; oder darf ich mich auch schonen?
Lehrkräfte über 50 bauen ihre Stärken aus -
Ernten Sie jetzt die Früchte Ihrer Lebenserfahrung! RA0.10
Achatswies, Mo-Mi 26.-28.4.2010 mit Ubbo Groeneveld
Jeder Lebensabschnitt hat seine spezifischen Chancen: so können ältere Lehrkräfte die Prozesse an der Schule analytischer und distanzierter wahrnehmen als junge. Aus der Stabilität erfahrener Lehrer ergeben sich neue Handlungsalternativen, die den Schulalltag und die Kommunikationskultur an der Schule verändern. Voraussetzung dafür ist, dass der Betroffene seine Stärken erkennt, sie ausbaut und in das Kollegium selbstbewusst und zugleich strategisch einbringt. Gleichzeitig geht er mit seinen Schwächen souveräner um. Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten über 50 Jahren.
Mit „kleinen Kicks“ Schüler motivieren – Lernblockaden erkennen und überwinden PA0.05
PI, Di 19.10.2010
Manche Berufsschüler/innen sind unmotiviert, weil sie ihren Traumberuf nicht erhalten haben. Andere, weil sie Lehrmethoden und Lehrinhalte nicht verstehen. Hinzu kommen oft noch Machtkämpfe innerhalb der Schulklasse und individuelle psychische Probleme. Diese Lernblockaden werden oft mit gespielter Gleichgültigkeit überdeckt: „Mir egal, dann habe ich halt einen Sechser!“ Da Lehrer/innen primär für die Lehrstoffvermittlung zuständig sind haben sie nur bedingt Zeit für Schülergespräche. Hier sind „kleine Kicks“ hilfreich, mit denen versteckte Versagensängste der Schüler/innen erkannt und angesprochen werden können, um die Schülermotivation (wieder) freizulegen. Inhalte:
* Faul oder hilflos ? Warum Schüler/innen nicht lernen
* Einfache Strategien der Sozialpädagogik für Lehrer/innen
* „Kritik ohne Angriff“: Gesprächsführung mit unmotivierten Jugendlichen
Konfliktmanagement für Verbindungslehrkräfte NF0.02
Achatswies Mo + Di 29.11.+ 30.11.2010 mit Ubbo Groeneveld
Als Verbindungslehrer/in stehen Sie zwischen den Lagern. Schüler und Lehrer fordern bei Konflikten von Ihnen volle Parteinahme für ihre jeweilige Seite. Aber Vorsicht vor der „Zwickmühlen-Situation“: Sind Sie parteilich, geraten Sie leider sehr schnell zwischen die Fronten. Sind Sie hingegen vorsichtig-distanziert, laufen Sie Gefahr alle Beteiligten zu enttäuschen. Was tun? Im Workshop erhalten Sie die Möglichkeit an Hand Ihrer eigenen Fallbeispiele schwierige Situationen zu analysieren, um sie zu lösen.
Erleichterung des Schulalltags durch Zusammenarbeit RA0.23
Achatswies, Mi – Fr 1.12. - 3.12.2010 mit Ubbo Groeneveld
Engagement allein reicht nicht. Man muss auch Hebelpunkte finden, damit sich Kräfte entfalten können. Dieser Workshops hilft Ihnen, Ihre Schulstrukturen zu dekodieren, um Bündnispartner zu gewinnen. Man braucht nicht alles hinzunehmen, was einem im Schulalltag zugemutet wird. Man muss auch nicht Leitung sein, um seine Arbeitssituation verbessern zu können. Aber man sollte seine Wünsche und Ideen so geschickt einbringen können, dass sie realisiert werden.
Mein Bauch sagt „STOP!“ Gesundheit sichern –
eigene Standpunkte neu definieren PD0.13
Achatswies, Mi+Do 8. + 9.12.2010
Besonders Berufsschullehrer/innen müssen ständig jonglieren: mit wechselnden Schülergruppen und zwischen den Anforderungen der Schulleitung und denen der Betriebe. Häufig passen die Ansprüche mit der Wirklichkeit nicht zusammen, was dann zur psychischen Belastung führen kann. Dieser Workshop wendet sich an Lehrer/innen, die ihre unguten Gefühle mit strategischen Handlungen überwinden wollen - zu Gunsten ihrer Ziele und ihrer Gesundheit. Dazu werden konkrete Situationen aus dem Schulalltag abgeklopft, um eventuell enthaltene Verbesserungspotentiale aufzuspüren.